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AGENDA 21 - ExpertInnen-Meinungen
Interviews: Sabine Haslinger |
Peter Kohlhauser sucht schon lange Arbeit:
„Für mich bedeutet Arbeitslosigkeit vor allem ein permanent psychisches Problem, weil ich gewillt bin zu arbeiten. Ich traue mich nicht mehr aus dem Haus, weil ich das Gefühl habe, die Leute zeigen mit dem Finger auf mich und ich lese einen unausgesprochenen Vorwurf in ihren Blicken. Die größte Hürde bei der Jobsuche ist mein Alter. Mit 51 ist es schier unmöglich, noch eine Chance zu haben. Ich würde gerne erreichen, dass Arbeitslose mit der gleichen Würde behandelt werden wie jeder andere Mensch auch.“ |
Werner Binnenstein-Bachstein, Caritas Wien:
„Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit sind dringend neue Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik notwendig: passgenaue Projekte zur Integration in den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit ist Ursache Nr. 1 für Armut und soziale Ausgrenzung, es sind wesentlich mehr Anstrengungen notwendig. Unsere Erfahrung in der Arbeit mit langzeitarbeitslosen Menschen zeigt eindeutig: Die Leute wollen arbeiten. Sie müssen unterstützt und professionell begleitet werden.“ |
Karin Heitzmann, Wirtschaftsuniversität Wien:
„Gründe für die steigende Arbeitslosigkeit reichen von einer Zunahme der Erwerbspersonen bis hin zu einem schwächelnden Wirtschaftswachstum, das kaum nachhaltige Jobs zu schaffen vermag. Armut und soziale Ausgrenzung gehören mit zu den negativen Folgen für arbeitslose Personen und deren Familien. Die Einschränkungen werden mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit dramatischer – die Chancen auf einen Wiedereintritt in das Erwerbsleben schwinden.“ |
| Links |
| Caritas der Erzdiözese Wien |
| Karin Heitzmann, Institut für Sozialpolitik, WU Wien |
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