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Blick in die Seele |
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| Psychische Belastungen gehen nicht nur aufs Gemüt
- sie können den ganzen Menschen krank machen. Schon deshalb
gebührt unserem Seelenleben die gleiche Aufmerksamkeit
wie Herz und Nieren, Blutdruck und Puls. |
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Teil 1: Stres |
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| Dass unsere Vorfahren vor Millionen von Jahren
ständig mit wilden Tieren zu kämpfen hatten, merken
wir dann, wenn der Chef mit hochrotem Kopf um die Ecke biegt.
Sofort mobilisiert der Körper immense Kraft, sind wir bereit
zur Verteidigung oder zur Flucht. Was da passiert, entzieht
sich unserem Einfluss. Es ist ein Reflex, den die Evolution
als überlebenswichtiges Programm in den Genen gespeichert
hat. Früher waren es angriffslustige Mammuts oder Säbelzahntiger,
die ihn auslösten, heute schafft das ein wutschnaubender
Chef ebenso mühelos. Der Reflex heißt Stress. |
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Teil 2: Ängste und Phobien |
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| Angst ist nützlich. Wer vertraute Wege verlassen
muss, hadert und wägt Risiko und Nutzen der möglichen
Reaktionen gegeneinander ab. Die Angst steht der Abenteuerlust
wie im Zweikampf gegenüber. Dessen Ergebnis weist den Weg:
Flucht oder Kampf. |
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Teil 3: Depression |
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| Oft sind die ersten Anzeichen der Krankheit unspektakulär:
Der passionierte Hobbygärtner schafft es nicht mehr, sich
zum Unkrautjäten aufzuraffen, lässt die Setzlinge
ungewässert, den Rasen ungemäht. Die Examenskandidatin
gerät tagtäglich über den Büchern ins Grübeln
und plagt sich mit Versagensängsten. Findet nachts keine
Ruhe. Und morgens keinen Mut für den neuen Tag. |
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Es
ist, als ob die Seele unwohl wäre...
Depression - Wege aus der Schwermut
Forscher bringen Licht in die Lebensfinternis |
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1.6 MB |
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| Kostenloser Download der sehr guten Broschüre
"Es ist, als ob die Seele unwohl wäre..." des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung - die in gedruckter
Form vergriffen ist |
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Teil 4: Ärger und Wut |
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| Zickt der Kollege Lieblingsfeind mal nicht bei
der Arbeit und stürzt auch der Computer ausnahmsweise nicht
ab, schneidet beim Heimweg im Auto garantiert einer die Kurve,
oder zu Hause warten Wunderlichkeiten des pubertierenden Nachwuchses
- Freude vergeht, Trauer auch, Ärger aber ist allgegenwärtig
und offenbar so unvermeidbar wie Regen und Sturm. Die einen
schlucken ihn runter, andere lassen ihn ohne Rücksicht
auf Verluste heraus. Und dazwischen liegt ein weites Feld von
Möglichkeiten, mit Ärger umzugehen - je nach Typ,
Stimmung und dem Grund, der uns vergrätzt. Sicher ist nur:
Wir müssen mit ihm umgehen. Denn so, wie sie uns genehm
wäre, ist die Welt nie. Und oft genug stehen wir uns auch
selbst im Weg. |
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Teil
5: Selbstbewusstsein |
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| Das Selbstbewusstsein ist ein eigentümlicher
Mechanismus unserer Psyche. Er prägt unsere Haltung, unsere
Gesten, unsere Mimik, unsere Reaktionen. Wer selbstbewusst ist,
kann sich besser freuen. Wenn wir uns freuen, verbessert sich
unser Selbstbewusstsein. Wir werden neugieriger, interessierter,
hoffnungsfroher. So können wir mehr Freude, mehr Glück
und mehr Harmonie erleben und sind offener für neue Erfahrungen.
Das wiederum führt dazu, dass wir wacher, lebendiger, freudiger,
spontaner werden - ein Kreislauf. Ein gutes Selbstbewusstsein
weist den Weg in ein zufriedeneres Leben. |
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Teil 6: Sucht |
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| Der Tag war zum Verrückt werden: Schon wieder
hat der Kunde gemeckert, dass das Konzept für das Großprojekt
noch nicht steht. Zu Hause herrscht seit Wochen dicke Luft,
weil es in letzter Zeit im Büro oft später wird. Jetzt
erst einmal ein kühles Bier trinken und in Ruhe eine Zigarrette
schmauchen - danach sieht die Welt schon besser aus! Alkohol,
Nikotin, Tabletten - wir haben uns daran gewöhnt, chemische
Substanzen einzusetzen, um unsere Laune zu heben, um Ärger,
Frust und kleine Beschwerden zu vertreiben. Keine Party ohne
Zigaretten, Sekt, Wein, Bier oder Champagner. Bei vielen Jugendlichen
gehören auch Haschisch und Ecstasy ganz selbstverständlich
zum Feiern und Ausspannen. In manchen Kreisen gar Kokain. Und
wer macht sich schon Gedanken, wenn er in Zeiten der Anspannung
zu Kopfschmerzmitteln und Schlummerhilfen greift? |
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