| Zweifellos, der Zweifel, der
ist los |
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Zweifellos, der Zweifel, der ist los.
Mit Eifer nagt das Selbst an seinem Wert. Selbstentwertung.
Der Zweifel nagt. Im Zweifel für den Angenagten.
Lebenslänglich. Zweifeln. Schweres, verschärftes Grübeln.
Wo nur ist mein Selbstwert geblieben? Schwerer Mut. Schwermut. |
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Was
kann ich?
Wer
will das wissen?
Die
Frage steht im Raum.
Gespenstisch
im Raum. |
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Erfolg raus, Grübeln rein.
Was kann ich? Was habe ich denn nicht so alles vollbracht?
Gelungen. Das war gestern. Alles, was gelungen ist, war gestern.
Perfekt. Gestern war perfekt. Und heute?
Wo nur ist mein Mut geblieben? Schwerer Mut. Schwermut. |
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Was
habe ich?
Wer
will das wissen?
Die
Frage steht im Raum.
Gespenstisch
im Raum. |
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Leeres Konto. Leere Taschen.
Was habe ich? Ein Leben unterhalb der Armutsgrenze.
Arbeit war gestern. Arbeit und Wohlstand? War das nicht gestern?
Manchmal erinnere ich mich noch an bessere Zeiten.
Wo nur ist mein Wohlstand geblieben? Schwerer Mut. Schwermut. |
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Was
bin ich?
Wer
will das wissen?
Die
Frage steht im Raum.
Gespenstisch
im Raum. |
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Die schwierigste aller Fragen:
Was bin ich? Ein Mensch, allein mit seinen Depressionen.
Ja, doch, es gibt gute Zeiten. Nur sind sie endlich.
Endlich Hilfe. Endliche Hilfe. Endlich leide ich an endlicher
Hilfe.
Wo nur ist meine Lebenslust geblieben? Schwerer Mut. Schwermut.
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| Anmerkung: Das Gedicht wurde eigens geschrieben
für den Wettbewerb >>fast forWORT>> "Schreiben
gegen die Depression" von "Die
Welt der Depression" |
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Zeitstimmen der
Gegenwart. Zeitung von ida.wien-TeilnehmerInnen für InteressentInnen.
5. Ausgabe / Dezember 2004, S. 5 |
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